
Quelle: Uni Marburg
Die Philipps-Universität ist die älteste und traditionsreichste Hochschule in Hessen und verfügt über ein breit gefächertes Studienangebot in 16 Fachbereichen, das vielfältige Kombinationsmöglichkeiten eröffnet. Die Medizin ist der größte Fachbereich; die Geistes- und Naturwissenschaften, aber auch zahlreiche so genannte kleine Fächer, von Altorientalistik bis Religionswissenschaften, prägen den Charakter der Philipps-Universität. Sie ist mit ihren rd. 19.000 Studierenden und ca. 3.500 Beschäftigten (darunter 400 Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer) ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Stadt Marburg, in der es abgesehen von den Nachfolgefirmen der früheren Behringwerke praktisch keine Großindustrie gibt. Die Universität stellt überdies mit ihren Museen und Sammlungen, den unter ihrer Obhut stehenden wertvollen historischen Bauwerken sowie ihren breit gefächerten Veranstaltungsangeboten einen wesentlichen kulturellen Faktor für die mittelhessische Region dar.
Die Philipps-Universität zieht Studierende aus dem ganzen Bundesgebiet an; knapp die Hälfte stammt aus Hessen und nur etwa ein Drittel aus der eigenen Hochschulregion, wobei sie deren Potenzial an Studienberechtigten gut ausschöpft. Die Universität bietet ihr Lehrangebot zunehmend nach den Strukturvorgaben für den europäischen Hochschulraum an (Bachelor- und Master-Studiengänge und strukturierte Promotionsphase), und wird auch künftig für ein attraktives und überregional konkurrenzfähiges Lehrangebot
... Sorge tragen.
Die Philipps-Universität begreift das Studium - gerade auch unter den veränderten Bedingungen des konsekutiven Studiengangsystems - als eine Bildungsphase, in der eine qualitativ anspruchsvolle fachliche Ausbildung einhergehen soll mit dem Erwerb von Schlüsselqualifikationen, einer Erweiterung des Bildungshorizonts und der Förderung der Auseinandersetzung mit Themen aus anderen Disziplinen. Die im Bundesvergleich kurze Studiendauer in vielen Studiengängen lässt sich mit einem solchen Grundverständnis der Studienphase verbinden und wird auch für die Zukunft angestrebt. Die Qualitätssicherung des Studiums soll ab 2006 intensiviert und nach einem einheitlichen Konzept an der gesamten Universität durchgeführt werden.
Im Bereich der Forschung ist die Philipps-Universität eine überdurchschnittlich erfolgreiche Universität, was durch regelmäßige Spitzenplätze einiger Fachbereiche in der bundesweiten Leistungsbewertung, in der Drittmitteleinwerbung und Reputation sowie durch zahlreiche Auszeichnungen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern belegt wird. Sie pflegt eine enge Kooperation mit außeruniversitären Lehr- und Forschungseinrichtungen, wie dem Marburger Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie.
Die Philipps-Universität stellt über geistes- und sozialwissenschaftliche sowie naturwissenschaftlich-medizinische An-Institute und TransMit-Zentren sowie über das Transferzentrum Mittelhessen Kontakte zu Anwenderbereichen her. Durch zahlreiche Partnerschaften und Teilnahme an Austauschprogrammen für Lehrende und Studierende sowie die Attraktivität für ausländische Studentinnen und Studenten wird die internationale Einbettung der Universität deutlich.
GrundsätzeDie Universität richtet sich in Fortführung ihrer Tradition und bei der Weiterentwicklung ihres Profils und ihrer Leistungen nach folgenden Grundsätzen:
einer am wissenschaftlichen Fortschritt und beruflicher Praxis orientierten Ausbildung der Studierenden in Studiengängen, die sich nach internationalen Standards richten und sowohl tradierte als auch neue Inhalte und fachliche Kombinationen einbeziehen;
der international kompetitiven Forschung in ihren Disziplinen sowie in Kompetenzclustern und Schwerpunktgebieten, die aus den Fächern und Fachbereichen heraus entwickelt werden;
der Reflexion der Grundlagen und ethischen Implikationen von Wissenschaften mit dem Ziel der interdisziplinären Verknüpfung von Lehre und Forschung;
der Gewährleistung attraktiver Studien- und Forschungsbedingungen für ausländische Studierende und Wissenschaftler;
einer Öffnung der Universität durch aktive Unterstützung der ökonomischen und sozialen Entwicklung der Stadt und der Region;
des Abbaus bestehender Benachteiligungen und Förderung der Chancengleichheit von Frauen in der Wissenschaft und im Berufsfeld Hochschule;
der besonderen Förderung behinderter Studierender durch Betreuung, Beratung und studienunterstützende Maßnahmen.
Die fachliche Abstimmung und Kooperation mit anderen hessischen Hochschulen, insbesondere den Nachbarhochschulen in Gießen und Gießen-Friedberg, spielt eine zunehmende Rolle. Durch den 2005 abgeschlossenen Kooperationsvertrag der mittelhessischen Hochschulen sind Voraussetzungen für eine weitere Intensivierung der Kooperation in Forschung und Lehre sowie Management und Administration geschaffen worden.
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