
Quelle: Uni Klagenfurt
Profil Kulturwissenschaften
Die Fakultät für Kulturwissenschaften setzt sich aus den seit der Gründung der Universität ältesten Fachrichtungen der Erziehungswissenschaften, Philosophie, Geschichte und den sprach- und literaturwissenschaftlichen Fächern Germanistik, Anglistik, Romanistik und Slawistik, sowie der Allgemeinen Sprachwissenschaft und der Vergleichenden Literaturwissenschaft zusammen, zu denen später noch die Psychologie und die Medien- und Kommunikationswissenschaft hinzutraten. 2004 haben im Zuge der Universitätsreform zwei renommierte Einrichtungen der Fakultät gesamtuniversitären Status erhalten, das international anerkannte Robert Musil-Institut für Literaturforschung und das Österreich weit kooperierende Zentrum für Gebärdensprache und Hörbe-hinderten-Kommunikation.
Die Heterogenität der Fachrichtungen ist von der Fakultät immer als Chance begriffen worden, neue Anregungen über die Grenzen der Wissenschaften hinweg aufzunehmen und gemeinsam zu bearbeiten. In nahezu allen Instituten der Kulturwissenschaftlichen Fakultät haben Neuberufungen von Professorinnen und Professoren in jüngster Zeit das Programm in Forschung und Lehre erweitert, hier die bestehenden Forschungsrichtungen stabilisiert, dort einen Paradigmenwechsel eingeleitet, überall aber die Kooperationen verstärkt und die Kommunikationsmöglichkeiten vervielfältigt. Zahlreiche in den vergangenen Jahren erfolgreich abgeschlossene Habilitationen positionieren die Fakultät als forschungsaktives Zentrum mit variationsreichem
... Lehrangebot.
Die transdisziplinären Interessen und Vorhaben der Fakultät drücken sich in gemeinsamen Forschungs- und Lehraktivitäten aus, wie im Rahmen der Angewandten Kulturwissenschaften, der Mehrsprachigkeit, der Interkulturellen Kommunikation und Interkulturellen Pädagogik, sowie im Bereich von Genderforschung und Genderstudien. Im Falle der Friedensforschung und Friedenspädagogik sind diese gemeinsamen Interessen auch schon in einem eigenen Zentrum der Fakultät gebündelt worden. Im Falle der Bildwissenschaften ist diese Zusammenarbeit durch die Gründung einer Arbeitsgemeinschaft Bild/Film im Aufbau. Die Kooperation mit dem Kärntner Landeskonservatorium und die Schaffung einer Professur für Angewandte Musikwissenschaft wird neue Formen kunstwissenschaftlicher Programme ermöglichen.
Die Fakultät für Kulturwissenschaften arbeitet nicht für sich allein. Verbindungen zur WIINFO-Fakultät schaffen die Computerlinguistik und die Angewandten Kulturwissenschaften. Ein Zentrum für Deutschdidaktik wird in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Didaktik der Mathematik der IFF Österreich weite Kompetenzen sichern. Die Zusammenarbeit mit der IFF wird aber auch im Rahmen der Kooperation von Politischer Bildung, Friedens- und Genderforschung verstärkt werden. Die Fakultät für Kulturwis-senschaft ist praxisorientiert. Gruppendynamik hat hier ihren traditionellen Ort, eine offene Psychologische Beratungsstelle ist gegründet worden, ein Portal zur österreichischen Erwachsenenbildung ist in Aufbau, in der Didaktik des Fremdsprachenerwerbs ist Klagenfurt führend.
Den Alpen-Adria-Schwerpunkt der Universität begleitet die Kulturwissenschaftliche Fakultät mit einer permanenten Alpen-Adria-Gastprofessur. Diese Lehrveranstaltungen sollen der intensiven Vermittlung aller Fragen der gemeinsamen Geschichte dieses Raumes dienen, aber auch in wechselnder Vielfalt Gelehrten unterschiedlicher Disziplinen aus dem Alpen-Adria-Raum die Möglichkeit bieten, ihre Theorien, Methoden und Forschungsergebnisse zu präsentieren. Joint-Studies-Programme mit den Universitäten Udine und Ljubljana sind in Erprobung oder in Vorbereitung. Sie werden durch die Ausweitung der kleineren Kooperationen mit der Universität Koper und den Universitätseinrichtungen in Gorizia ergänzt werden. Das jährlich stattfindende Sommerkolleg in Bovec (in langjähriger Kooperation mit den Universitäten von Maribor, Ljubljana, Koper, Udine, Triest und nunmehr auch Zadar) bildet dabei einen Kern multilingualer Kompetenzerweiterung und transnationaler Begegnung. Die wissenschaftliche Kooperation mit den südost- und osteuropäischen Ländern wird ausgebaut werden, ohne die bestehenden weltweiten Kontakte zu vernachlässigen.
Was die Fakultät für Kulturwissenschaften ausmacht, ist die Qualität und die Kreativität aller ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie wird bei Bereitstellung der notwendigen Infrastruktur, den technischen Einrichtungen und der materiellen Mittel ihren wissenschaftlichen Standard, ihre Innovationskraft, ihre innere Kooperationsfähigkeit und ihre Außenwirkung noch weiter optimieren.
Profil Wirtschaftswissenschaften
Die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt widmet sich der wissenschaftlichen Forschung und der Bildung durch Wissenschaft auf Grundlage internationaler Standards. Als führende Bildungseinrichtung und Forschungsinstitution ihrer Region erfüllt die Universität darüber hinaus regionsbezogene Aufgaben.
Die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt ist in ihrem Bereich die Angewandte unter den österreichischen Fakultäten. Die Kerndisziplin der Fakultät ist die Angewandte Betriebswirtschaftlehre, interdisziplinär verbunden mit anwendungsbezogener Geographie, Rechtswissenschaft, Soziologie und Volkswirtschafts-lehre. Die Fakultät setzt sich in diesen Disziplinen Themenschwerpunkte, die sie im Spannungsfeld von Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft in Forschung und Entwicklung, Lehre und Beratung vertritt.
Leitgedanke ist stetiges Streben nach wissenschaftlicher Erkenntnis in der Einheit von Forschung, Studium und Lehre. Die Fakultät bekennt sich zu verantwortungsbewusster und kritischer Weltoffenheit, zur Vielfalt wissenschaftlicher Meinung, zu Interdisziplinarität sowie zum partnerschaftlichen Zusammenwirken von Studierenden und Lehrenden in Forschung, Studium und universitärer Selbstverwaltung. Die übergeordneten Ziele der Fakultät sind, hervorragende Forschungsleistung zu erbringen, hohe Qualität von Studium und Lehre in Grund- und Weiterbildung zu gewährleisten sowie fachliche Impulse zur regionalen und überregionalen Entwicklung zu geben.
Diese Ziele erreicht die Fakultät vor allem durch die Förderung der fachlichen und persönlichen Entwicklung der Fakultätsmitglieder, durch den Vorrang von Qualität der Leistung vor Quantität, durch die aktive Beteiligung in der internationalen wissenschaftli-chen Gemeinschaft, durch ökonomischen Umgang mit ihren ideellen und materiellen Ressourcen sowie durch die Zusammenarbeit mit Institutionen in Wirtschaft und Gesellschaft.
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