Würzburg geografisch
Umgeben von Spessart, Rhön und Steigerwald, ist Würzburg am Maindreieck – überwiegend rechtsmainisch – gelegen. Bei 49° 48‘ nördlicher Breite und 9° 56‘ östlicher Länge liegt die Stadt 182 m über NN, wobei den höchsten Punkt die Frankenwarte mit 360 m über NN bildet, der tiefste Punkt kann am Alten Kranen mit 166 m über NN gemessen werden.
Das Stadtgebiet hat eine Fläche von 87,7 km², davon sind 15,4% Grünflächen, 41,9% werden landwirtschaftlich genutzt und 39,3% sind bebaut und mit Verkehrsflächen bedeckt, 1,2% sind Wasserflächen.
Würzburg hat rund 129.000 Einwohner, die ein Durchschnittsalter von 41 Jahren haben und in 18.700 Wohngebäuden mit 67.500 Wohnungen leben.
Die Lage im Regenschatten des Spessart sorgt für ein mildes Klima, das auch noch in diesen Breiten Weinbau zulässt. Der geringe Industriebesatz und ein hoher Grünflächenanteil sind verantwortlich für die hohe Luftreinheit und geringe Lärmbelästigung. Würzburg bietet ein attraktives, günstiges Mietniveau und niedrige Lebenshaltungskosten. Bauplätze sind zahlreich vorhanden.
Europastadt Würzburg - Würzburg International
Würzburg ist die Hauptstadt des bayerischen Regierungsbezirks Unterfranken. 1970 wurde die Stadt mit der Ehrenfahne des Europarats, 1973 mit dem Europapreis und dem Titel „Europastadt“ ausgezeichnet.
Der Ausländerbeirat und das Büro Würzburg International der Stadt Würzburg sowie zahlreiche internationale Gesellschaften und Aktionsgruppen gestalten u.a. den „Frühling International“ , die „Internationalen Erzähltage“ und die „Interkulturelle Woche“.
Partnerstädte Würzburgs sind: die Stadt Bray und die Grafschaft Wicklow in Irland (seit 1999), Caen in Frankreich (seit 1962), Dundee in Schottland (seit 1962), Mwanza in Tansania (seit 1966), Otsu in Japan (seit 1979), Rochester in den USA (seit 1964), Salamanca in Spanien (seit 1980), Suhl in Thüringen/Deutschland (seit 1988), Umeå in Schweden (seit 1992) und eine Patenschaft für die aus Stadt und Landkreis Trautenau (Trutnov-Riesengebirge) vertriebenen Deutschen seit 1956. Faribault in den USA übernahm 1949 die Patenschaft für das zerstörte Würzburg.å in Schweden (seit 1992) und eine Patenschaft für die aus Stadt und Landkreis Trautenau (Trutnov-Riesengebirge) vertriebenen Deutschen seit 1956. Faribault in den USA übernahm 1949 die Patenschaft für das zerstörte Würzburg.
Verkehrsanbindung
Würzburg liegt im Herzen Deutschlands und Europas. Würzburg liegt im Herzen Deutschlands und Europas. Mit den Autobahnen A 3, A 7 und A 81 kreuzen sich in Würzburg die wichtigsten europäischen Verkehrsachsen, im Norden Würzburg kommen noch die A 70 und die A 71 hinzu. Ergänzt wird dieses Netz durch fünf Bundesstraßen (B 8, 13, 19, 22 und 27), die kurze Wege zwischen dem Stadtgebiet und den Autobahnen garantieren. Drei Flughäfen - in Frankfurt am Main, Nürnberg und Stuttgart - sind nur zwischen 100-150 km entfernt. Würzburg verfügt als ICE-Knotenpunkt auch über hervorragende Bahnverbindungen. Je nach Zugverbindung können die Flughäfen in ein bis drei Stunden erreicht werden.
Der Öffentliche Personennahverkehr verfügt 5 Straßenbahnlinien (Länge 35,3 km) und 22 Omnibuslinien (Länge 165 km). Die Würzburger Innenstadt ist auch mit dem Auto gut zu erreichen. Ein Parkleitsystem führt zu insgesamt 3.500 Parkplätzen in zentral gelegenen Parkhäusern oder Tiefgaragen, weitere 2.200 Kurzparkplätze stehen am Straßenrand zur Verfügung.
Über den Rhein-Main-Donau-Kanal ist Würzburg mit 15 europäischen Ländern verbunden. Der Neue Hafen im Nordwesten der Stadt macht Würzburg mit einem Umschlag von rund 2 Mio. Tonnen zum drittgrößten Hafenstandort Bayerns. Der Verkehrslandeplatz Giebelstadt südlich von Würzburg bietet als aufstrebender Regionalflugplatz Start- und Landemöglichkeiten für Geschäftsleute. Auf dem Flugplatz Schenkenturm im Norden Würzburgs sind neben den Motorfliegern auch die Segelflieger zu Hause.
Jugend, Soziales und Gesundheit
25.000 Studenten und ca. 30.000 über 60-jährige Würzburger prägen den gelassenen, lebensfrohen Charakter der Stadt. Daneben wurde Würzburg vom Bundesfamilienministerium als "kinder- und familienfreundliche Gemeinde" ausgezeichnet. So ist der Bedarf an Kindergartenplätzen durch 52 Kindergärten, 13 Kinderhorten und 4 Schulkindergärten zu über 100% gedeckt. Würzburg verfügt über 1 Spielhaus, 15 Jugendzentren und -clubs und 15 Einrichtungen der freien Kinder- und Jugendpflege.
Für Ältere gibt es 7 Altenbegegnungsstätten, 43 Altenclubs, 24 Alten-, Altenwohn- und Pflegeheime mit 2.016 Plätzen, davon 1.385 Pflegebetten. Der Seniorenbeirat der Stadt Würzburg vertritt die Interessen der älteren Bürger. Das soziale Angebot wird durch 13 Sozialstationen, 20 Psychologische Beratungsdienste, 3 Betreuungsdienste für Suchtkrankenhilfe, einer Zentralstelle für Nichtsesshafte sowie der Telefonseelsorge komplettiert.
Das Universitätsklinikum bietet moderne Diagnostik und Therapie mit 18 Kliniken, 21 Polikliniken und 3 klinischen Instituten. Die Fachabteilung Tropenmedizin der Missionsärztlichen Klinik ist Referenzstelle von überregionaler Bedeutung. Durch 1.750 Ärzte und zahlreiche weitere Einrichtungen ist eine umfassende medizinische Versorgung der Bewohner von Stadt und Umland gesichert. Am Ende eines jeden Lebens bietet die Stadt Würzburg ihren Bürgern in acht kommunalen Friedhöfen auf einer Fläche von ca. 550 000 m2 mit über 40 000 Grabstellen verschiedenste Formen der Beisetzung an. Daneben unterhält die jüdische Gemeinde Würzburgs einen Friedhof für Angehörige ihres Glaubens.
Kunst und Kultur
Würzburgs Kulturszene verfügt durch das Zusammenwirken verschiedenster Kultureinrichtungen über eine enorme Vielfalt mit der fast jeder Geschmack und Anspruch bedient werden kann.
Das Mozartfest ist von internationalem Rang, das Afrika-Festival zählt mit über 120.000 Besuchern zu den größten Festivals afrikanischer Musik in Europa. Es gibt 600 klassische Konzerte jährlich und ungezählte zeitgenössische in Konzerthallen, Clubs und Kneipen. Rund 100 Vereine und Organisationen veranstalten künstlerische und kulturhistorische Events. Auf Sommerbühnen gibt es Musik, Freilichttheater und Kabarett. Über 100.000 Besucher kommen jährlich zum Umsonst & Draußen-Festival. Weitere bedeutende Ereignisse sind die Bachtage, das Jazz Festival, das Internationale Filmwochenende, Literarischer Frühling und Herbst. Das Mainfranken-Theater (Großes Haus mit 744 und Kammerspiele mit 98 Sitzplätzen) und elf privat geführte Bühnen geben über 2.000 Vorstellungen im Jahr.
Der Kulturspeicher beherbergt die Städtische Galerie und eine Sammlung mit Konkreter Kunst, das Mainfränkische Museum zeigt die weltweit größte ständige Riemenschneider-Ausstellung. Ständige Ausstellungen haben außerdem: Museum am Dom, Domschatz, Fürstenbaumuseum, Martin von Wagner-Museum, Jüdisches Dokumentationszentrum, Mineralogisches Museum, Röntgen-Gedächtnisstätte, Missionsmuseum und Siebold-Museum. Über ein Dutzend privater Galerien zeigen zudem Bildende Kunst.
Freizeit und Erholung
Würzburg ist eine Stadt im Grünen: Der Ringpark im Herzen der Stadt bietet 3,3 km, bis zu 240 m Breite und insgesamt 27 ha Grünfläche. Neben vielen Brunnen und Denkmälern ist er bekannt durch seinen Gehölzbestand mit 220 Baumarten und Kulturformen aus mehr als 30 Pflanzenfamilien sowie seiner großen Vielfalt an Sträuchern. Auf dem Landesgartenschaugelände sind neben dem Rosengarten der Japanische Garten, der Schottische Garten, der Fliedergarten, sowie der Wicklow-Garten (Irland) Attraktionen. Der barocke Hofgarten der Residenz und der Rokokogarten des Schlosses Veitshöchheim laden zum Lustwandeln ein. Daneben gibt es den Park des Juliusspitals, den Botanischen Garten mit 8 ha Fläche und 10.000 Pflanzenarten und den Fürstengarten der Festung Marienberg mit Blick auf die Stadt. Ausgedehnte Spaziergänge sind außerdem möglich im Steinbachtal, um die Frankenwarte, im Kürnachtal in Lengfeld und nicht zuletzt auf den ausgedehnten Uferpromenaden mainauf- und -abwärts.
In den Freizeit- und Sportanlagen lässt sich nahezu jede Sportart ausüben oder erlernen, sei es als Mitglied in einem der über 100 Vereine oder als Einzelsportler. Von Aerobic, Golf, Tennis über Handball, Fußball, Leichtathletik bis Bogenschießen, Rudern, Yoga reicht die Palette. Es gibt 2 Freibäder, 4 Hallenbäder, 7 Lehrschwimmbecken, 1 Kunsteisbahn, 7 Sporthallen, 75 Turn- und Sporthallen (über 80 m²), 116 Tennisfelder (davon 10 überdacht), Golfplatz mit 9-Loch-Anlage, 6 Schießanlagen, 7 Reitsportanlagen, 7 Rundlaufbahnen, rund 150 Kinderspielplätze, Bolz- und Skateplätze,
Bildung und Wissen
Viele erfolgreiche Wissenschaftler lehrten und forschten an der Bayerischen Julius-Maximilians-Universität, einer der ältesten Hochschulen Deutschlands, darunter 13 Nobelpreisträger. W.C. Röntgen entdeckte 1895 hier die X- Strahlen (1901 erster Nobelpreis in Physik). Der Physiker Klaus von Klitzing machte hier die Versuche zum Quanten-Hall-Effektes (Nobelpreis 1985). Universität und Fachhochschule betreiben einen intensiven Technologie- und Wissenschaftstransfer mit Industrie und Wirtschaft, woraus nicht zuletzt eine kontinuierliche Entwicklung des Studienangebots resultiert. So werden an der Universität seit kurzem die Studiengänge Nanostrukturtechnik, Technische Informatik und Technologie der Funktionswerkstoffe angeboten. Ebenfalls neu eingerichtet wurden die Studiengänge Biomedizin, Modern China, Space Master oder der Bayerische Elitestudiengang FOKUS Physik.
Die Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt ist eine Hochschule der modernen Leistungs- und Industriegesellschaft. Sie ist mit zurzeit über 6.500 Studierenden, davon 1.300 Studienanfängern die drittgrößte Fachhochschule in Bayern und bietet mit 20 Diplom-, Bachelor- und Masterstudiengängen eine zukunfts- und marktorientierte Ausbildung an, die hervorragende Berufschancen bietet.
Die Hochschule für Musik hat viele hochrangige Musiker hervorgebracht und beschäftigt Spezialisten, die zu den Besten ihres Fachs gehören.
Kaum eine Stadt in der Bundesrepublik hat eine solche Schuldichte wie Würzburg. Es gibt 23 Grund- und Hauptschulen, 10 Förderschulen, 1 Waldorfschule, 6 Realschulen, 9 Gymnasien, 1 privates Abendgymnasium, 57 berufsbildende Schulen, Sing- und Musikschule. Zahlreiche Institutionen bieten Erwachsenenbildung an, z.B. Volkshochschule, Domschule, Matthias-Ehrenfried-Haus, Rudolf-Alexander-Schröder-Haus, Gemeinnütziges Bildungswerk Bayern des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Schier unerschöpflich ist das Wissen, das in Staatsarchiv, Universitätsbibliothek, Stadt- und Diözesanarchiv und Stadtbücherei zugänglich ist.
Wirtschaft und Forschung
Würzburg ist das Oberzentrum für Mainfranken, eine der großen Handelsmetropolen und zweitgrößtes Dienstleistungszentrum in Bayern mit ca. 90.000 Arbeitsplätzen.
1817 gründeten F. Koenig und A. Bauer in Würzburg die erste Druckmaschinenfabrik der Welt, heute werden fast alle Banknoten weltweit auf Druckmaschinen von Koenig & Bauer hergestellt. Weitere bedeutende Firmen sind NOELL Crane Systems, Siemens VDO Automotive und Gebrüder Reinfurt.
In der Forschung genießt das Biozentrum (Theodor-Boveri-Institut für Biowissenschaften) der Universität einen hervorragenden Ruf, die Gründung des "Rudolf-Virchow-Zentrums für experimentelle Biomedizin" gehört zu den Highlights auf dem Weg zum High-Tech-Standort. Neben den Hochschulen sorgen auch Institutionen für ein innovationsfreundliches Klima: Süddeutsches Kunststoffzentrum, Fraunhofer Institut für Silicatforschung, Neue Materialien Würzburg GmbH, Zentrum für Angewandte Energieforschung und viele andere. Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen Werkstoffe, Struktur- und Oberflächentechnologien, Life-Science und Informatik/Wirtschaftsinformatik.
Für Existenzgründer stehen im Innovations- und Gründerzentrum für Biotechnologie und -medizin (BioMed), dem Zentrum für moderne Kommunikationstechnologien (ZmK) und dem Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) modern ausgestattete Räumlichkeiten zur Verfügung.
Tourismus
Festung Marienberg, das UNESCO-Weltkulturerbe Residenz Würzburg, die barocke Innenstadt und die Alte Mainbrücke sind Sehenswürdigkeiten, die jährlich eine Vielzahl an Besuchern anziehen. Auch als Tagungs- und Kongressstadt ist Würzburg beliebt. 2005 stieg die Zahl der Übernachtungen auf 650.000 an, in über 50 Beherbergungsbetrieben mit insgesamt rund 4500 Gästebetten.
Tagungsräume finden sich in historischen Gebäuden (Festung Marienberg, Barockhäuser), in modernen Zentren (Congress Centrum Würzburg) und in außergewöhnlichem Rahmen (Museum im Kulturspeicher).
Der Eigenbetrieb Congress-Tourismus-Wirtschaft bietet dazu umfassenden Service - von der Vermietung der Räumlichkeiten bis hin zur kompletten Organisation von Kongressen einschließlich Rahmenprogramm.
Quelle: Stadt Würzburg