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Hochschulen in der Stadt

Über die Stadt Bingen

Bingen
Quelle: Bingen
Seit Jahrtausenden leben Menschen auf der siedlungsgünstigen Terrasse zwischen den östlichsten Hunsrückausläufern und den Flusstälern von Rhein und Nahe. Der älteste Boden-fund im heutigen Stadtgebiet reicht bis in die Jungsteinzeit zurück. Keltischen Ursprungs ist der Ortsname, der in latinisierter Form - als „Bingium“ - erstmals aus römischer Zeit überliefert ist. Für die Römer, die sich im letzten vorchristlichen Jahrhundert dauerhaft am Rhein festsetzten, war der Ort aufgrund seiner verkehrsgeographischen Lage von großer Wichtigkeit: Eine Nahe-Brücke wurde errichtet, womit erst der Bau der durchgehenden Rheintalstraße zwischen den Provinzhauptstädten Mainz und Köln möglich wurde. In Bingen stationierte römische Hilfstruppen sicherten die Brückenköpfe und die Rheingrenze in diesem Flussabschnitt. Aber auch ziviles Leben entfaltete sich bald rings um das Kastell; davon zeugen drei größere Friedhöfe an den Ausfallstraßen des Ortes. In mehr als hundert Gräbern entdeckten die Archäologen Beigaben, die das Alltagsleben der Bewohner widerspiegeln. Der spektakulärste Binger Grabfund ist ein aus fast 70 Teilen bestehendes ärztliches Instrumentarium des 2. Jh. n. Chr. Ein solcher Fundkomplex ist weltweit einmalig. Seit dem späten 3. Jahrhundert wurden die Zeiten unruhig: Gegen anstürmende germanische Gruppen erhielt Bingen eine massive Festungsmauer; 406 wird die Rheingrenze schließlich aufgegeben. Fränkische Eroberer traten das römische Erbe an. Viel wissen wir nicht aus dieser quellenarmen Zeit. Nur eine erst kürzlich entdeckte frühmittelalterliche Hofanlage zeugt von bäuerlichen Lebensformen im Bereich des ehemaligen römischen Stadtzentrums. Ein wichtiges Ereignis brachte das Jahr 983. Kaiser Otto II. übergab Bingen mitsamt Umland dem Mainzer Erzbischof, der sogleich eine neue Brücke über die Nahe bauen ließ, um von hier aus den waldreichen Hunsrück verkehrsmäßig zu erschließen. Im 12. Jahrhundert, als die Hl. Hildegard das Kloster am Rupertsberg gründete, hatte sich am Rhein-Nahe-Eck wieder eine beachtliche städtische Siedlung gebildet. Binger Kaufleute waren damals schon am überregionalen Handel beteiligt, und dies blieb auch in den folgenden Jahrhunderten so. Vor allem Wein, aber auch Salz und Getreide wurde am Binger Markt gehandelt oder von hier aus auf dem Schiffsweg in alle Welt versandt – ein noch heute erhaltener Hafenkran am Rheinufer stammt aus dem 16. Jahrhundert. In der Zwischenzeit war die Stadtherrschaft gewechselt: Nicht mehr der Erzbischof, sondern das Mainzer Domkapitel hatte - endgültig seit 1438 – in Bingen das Sagen. Der vor Ort residierende Amtmann achtete streng auf die Botmäßigkeit seiner Untertanen und stieß dabei des Öfteren auf Unwillen in der städtischen Bevölkerung. Schon während des „Bauernkrieges“ (1525) und danach in regelmäßigen Abständen wieder kam es zu Konflikten. Noch als die französischen Revolutionstruppen im Jahre 1792 das linke Rheinufer besetzten, waren Streitigkeiten über die Rechte und Pflichten der Bürger gegenüber ihrer Obrigkeit vor Gericht anhängig. Bis 1814 blieb Bingen unter französischer Herrschaft. Dann begann die rheinhessische Zeit, nachdem auf dem Wiener Kongress von 1815 das linke Rheinufer bis zur Nahe dem Großherzogtum Hessen(-Darmstadt) zugeschlagen wurde. Jenseits der Nahe, in Bingerbrück, begann die preußische Rheinprovinz; der Mäuseturm bildete die Grenze. Auch in anderer Hinsicht brach nun eine neue Epoche an. Dichter und Maler entdeckten den romantischen Rhein, und in ihrem Gefolge kamen die Touristen. Bingen mit Mäuseturm, Rochuskapelle und der Ruine Klopp gehörte zu den Orten, die auf keiner romantischen Rheintour fehlen durften. Victor Hugos Bingen-Kapitel aus „Le Rhin“ (1842) gehört zum Besten, was die rheinromantische Literatur je hervorgebracht hat. Seit der zweiten Jahrhunderthälfte prägte der technische Fortschritt die Entwicklung der Stadt: 1859/60 wurde Bingerbrück zu einem Knotenpunkt des Eisenbahnverkehrs, das Rheinische Technikum (heute Fachhochschule) nahm 1898 seinen Lehrbetrieb auf. Es folgte 1913 die Hindenburgbrücke über den Rhein – als Meisterleistung der Ingenieurbaukunst gefeiert, jedoch auch zur logistischen Vorbereitung des Ersten Weltkrieges geplant. Die französische Nachkriegs-Besetzung des Rheinlandes war kaum aufgehoben, da geriet Bingen in den Abgrund des Nationalsozialismus. Eine der traditionsreichsten Judengemeinden Deutschlands wurde vernichtet. Im Bombenhagel des Jahres 1944 verschwanden große Teile der alten Stadt.

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© Bingen
 

Stadtinfos

Basisdaten
Staat: Deutschland
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Regierungsbezirk: Kreisfreie Stadt
Stadt: Bingen
Fläche: 37 km2

Bevölkerungsdaten
Einwohner: 24.500
-davon internationale Einwohner: 0% (Sehr wenige)
-davon junge Einwohner: 0% (Sehr wenige)
-davon Rentner: 0% (Sehr niedrig)
Verhältnis Männer/Frauen: 100 zu 0
Singlequote: 0% (Sehr niedrig)

Wirtschaftliche Faktoren
Pro-Kopf-BSP: 0€ (Sehr niedrig)
Arbeitslosenquote: 0 (Sehr niedrig)
Aussicht auf Studentenjobs: Sehr gering
DAX-Firmen-Hauptsitze: 0
Miete für Wohnungen in Stadtmitte:

Lebensqualität
Medizinische Versorgung:
Kriminalität:
Einkommensverteilung:
Frauengleichberechtigung:
Park- und Sportanlagen: 0 ()
Anzahl an Museen: 0 ()
Kinositzplätze: 0 ()
Buchbestand: 0 ()
Ausländische Touristen: 0 ()

Wetter- und Umweltdaten
Durch. Temp im wärmsten Monat: 0°c ()
Durch. Temp im kältesten Monat: 0°c (Sehr kalt)
Regentage pro Jahr: 0 ()
Sonnenschein pro Jahr: 0 ()
Smogtage: 0
Luftqualität:
Feinstaubpartikelbelstung: 0
Lärmniveau:
CO2-pro-Kopf-Ausstoss: 0 ()
Leitungswasserqualität:

Infrastruktur
Autos je 1000 Einwohner:
Sicherheit im Strassenverkehr:
Nutzung des Nahverkehrs:
Fahrradfreundlichkeit:
Fussgängerfreundlichkeit:
Pünktlichkeit des Nachverkehrs:
Haushalte mit Breitbandanschluss:
e-Government Index:
    Quelle     Infos und Erläuterungen